Wenn man als Team zusammensteht, ist man unantastbar.

Warum zu Widynski & Roick? Personalleiter Andreas Stoll erzählt, was so besonders ist an der Arbeit für den großen mittelständischen Caterer und was ihm selbst für sich und seine Mitarbeiter ganz besonders wichtig ist.

Andreas Stoll

Wer Ideen hat, bekommt die Spielräume dafür.

Wer sind Sie uns was machen Sie?

Andreas Stoll:

Mein Name ist Andreas Stoll und ich bin seit Februar 2014 der Personalverantwortliche bei Widynski & Roick. Personalchef nenne ich mich selbst nicht so gerne.

Wussten Sie schon immer, dass Sie mal der Personalverantwortliche für ein großes Unternehmen sein wollen, bei dem sich alles um leckeres Essen dreht?

Andreas Stoll:

Nein. Eigentlich komm ich ganz woanders her. Nämlich aus dem Leistungssport. Ich habe viele Jahre Badminton gespielt. Bin mit 16 aufs Sportinternat, habe viele internationale Turniere gespielt. Ich habe dann auch Sport studiert. Und neben meiner sportlichen Laufbahn in verschiedenen Bereichen im Sportgerätevertrieb gearbeitet, danach lange im Produktmanagement.

Upps – vom Sport in die Gastronomie? Wie geht das denn???

Andreas Stoll:

Wissen Sie, ich esse leidenschaftlich gerne. Und ich koche leidenschaftlich gerne. Ob Königsberger Klopse oder Dim Sum – ich probiere alles, ich mag alles, Hauptsache es schmeckt. Aber für meine Arbeit hier ist etwas anderes entscheidend: Ich arbeite leidenschaftlich gerne mit Menschen. Aus dem Sport weiß ich: im Team spielen ist etwas ganz besonderes. Ich habe gerne im Einzel gespielt, aber sehr gerne auch im Doppel. Denn: Einen Sieg zu feiern, aber auch eine Niederlage durchzustehen im Team, daran wächst man sehr stark. Wenn man als Team zusammensteht, ist man unantastbar. Da kommt keiner von Außen rein. Man steht auch in schwierigen Zeiten zusammen. Und ist unschlagbar. Man muss nur jeden auf die Reise mitnehmen. Und darf keinen vergessen. Dass versuche ich auch meinen Mitarbeitern immer zu vermitteln.

Im Großen wie im Kleinen?

Andreas Stoll:

Ja, ob im kleinen Küchen-Team oder im gesamten Unternehmen. Ich versuche unseren Leuten immer wieder klar zu machen, was sie für eine Chance haben. Jeder von uns ist ein Teil der W&R-Familie. Mit unserem Einsatz steht und fällt auch das Wohl und Wehe des Unternehmens. Ob an der Essenausgabe, der Produktion, dem Service oder der zentralen Verwaltung. Ich stell es mir immer vor wie ein Uhrwerk: Wenn ein Zahnrad nicht funktioniert, dann kann die Uhr ins Stocken geraten. Wenn aber alle Zahnräder ineinander greifen, läuft es wie geschmiert. Und jeder profitiert von der Leistung des anderen.

Ganz praktisch – wo überall kann ich denn bei W&R arbeiten?

Andreas Stoll:

Es gibt bei uns zwei Hauptbereiche: die zentrale Verwaltung. Die ist klein und schlank gehalten. Und dann gibt es den großen Bereich der Küchen. Da können Sie in verschiedensten Positionen arbeiten, zum Beispiel als Küchenhilfe, Spüler, Koch, Küchenleiter, stellvertretender Küchenleiter – und dann gibt es natürlich noch den Servicebereich – mit verschiedensten Aufgabenbereichen je nachdem, wo wir arbeiten. In den Ministerien zum Beispiel gibt es viele Konferenzen zu bewirtschaften.

Wenn ich ein junger Koch bin, warum sollte ich unbedingt bei W&R einsteigen und nicht woanders?

Andreas Stoll:

Weil wir einiges zu bieten haben. Anders als andere Catering-Unternehmen kochen wir zum Beispiel mit einem sehr hohen Frischegrad. Wir beschäftigen keine "Essenerwärmer", die die Fertigprodukte einfach nur noch in den Konvektomaten schieben. Wir suchen Köche, die ihr Handwerk können. Dafür aber bieten wir ihnen auch die Spielräume, ihr Handwerk einzusetzen. Und Ihre Kreativität.

W&R steht ja für Kochen mit Leidenschaft und Kreatives Essen.

Andreas Stoll:

Ja, das macht uns aus. Bei uns soll man die Liebe zum Essen und den Spaß an der Arbeit überall sehen. Ob am Lächeln bei der Essenausgabe, oder daran, wie das Essen schmeckt und serviert wird – das ist das Allerwichtigste.

Wie motivieren Sie denn Ihre Köche, sich kreativ einzubringen?

Andreas Stoll:

Indem ich sie wichtig- und ernstnehme. Ich höre ihnen zu, ich schätze ihre Fachkompetenz und ihre Kreativität und ich gebe ihnen die Möglichkeit, Sachen zu verändern. Manche Entscheidungen sind da bei uns ganz schnell getroffen, weil die Hierarchien sehr flach sind, andere Veränderungen brauchen natürlich auch mal ihre Zeit. Wir wollen aber, dass unsere Köche ihre Ideen einbringen. Deshalb möchte ich mich auch für jede Idee einsetzen. Ich sag dann gerne mal, o.k. wir probieren es, und wir schauen einfach, was dabei herauskommt, manchmal klappt es nicht, das ist in Ordnung: Fehler können passieren. Dann probieren wir was anderes.

Und noch?

Andreas Stoll:

Wenn ein junger Koch sich weiterentwickeln möchte, kann er Wünsche einbringen. Manchmal ist das zum Beispiel der Umgang mit Meeresfrüchten, weil das in der Ausbildung nicht so umfassend behandelt wird. Andere möchten gerne die AEVO machen, um selber ausbilden zu können. Wir schauen dann, wie lässt sich das organisieren und bezahlen gegebenenfalls entsprechende Weiterbildungen.

Aber einer Anstellung im À-la-carte-Restaurant haben Sie nichts entgegenzusetzen, oder?

Andreas Stoll:

Naja – bei uns kann man ganz andere Dinge lernen: z.B. den Umgang mit der Betriebswirtschaft. Wenn ich mit der Masse mein Geld verdiene, muss ich meine Küche so managen, dass das auch funktioniert. Jeden Tag funktioniert. Auch kann man sich bei uns über viele Stationen entwickeln, von der kleinen Küche im Zwei- oder Vier-Mann-Betrieb in ein großes Team. In manchen Betriebsrestaurants haben wir hohe Beamte und Politiker zu Gast. Da herrschen Qualitätsansprüche, die für jeden Koch eine Herausforderung sind. Auch wenn Sie vielfältige Erfahrungen sammeln und zügig aufsteigen wollen, sind Sie bei uns richtig. Denn innerhalb von 50 Einrichtungen wird einfach öfter ein Platz frei auf der jeweils nächsthöheren Ebene. Und obendrauf: mit unseren Arbeitszeiten sind wir sehr familienfreundlich. Im Gegensatz zur klassischen Gastronomie.

In manchen Küchen soll es ja rau zugehen. Man hört auch mal von fliegenden Suppenkellen. Wie ist das denn bei Ihnen in der Firma?

Andreas Stoll:

Das gibt es bei uns nicht. Wir legen großen Wert auf einen angemessenen Umgang miteinander. Unsere Mitarbeiter müssen zu uns passen von der Idee, wie man miteinander umgeht. Meine Mutter ist Musiklehrerin und hat mir immer wieder gesagt: Der Ton macht die Musik. Und wenn man sich im Ton vergreift, dann muss man sich entschuldigen. Darum kümmere ich mich sofort, wenn ich was davon höre. Gleichzeitig: Es wird immer auch Schwierigkeiten geben. Ein Lieblingsspruch von mir ist: Ohne Reibung keine Wärme. Konflikte sind notwendig, um etwas voranzutreiben und Konflikte sind immer auch eine Chance, um eine Lösung herbeizuführen. Es muss nur auf beiden Seiten eines vorhanden sein: nämlich Kompromissfähigkeit. Das ist bei uns wie in einer guten Ehe oder Freundschaft. Wenn ich mich immer nur durchsetze, dann steh ich irgendwann allein da. Das gilt für den Küchenleiter wie für den Geschäftsleiter. Kompromisse sind wichtig.

Wie ist das im Service – was bietet W&R für Servicekräfte, Baristas und Co?

Andreas Stoll:

Menschen, die im Service arbeiten, haben ja generell Spaß am Kontakt zum Gast. Da haben wir eine große Vielfalt zu bieten. Wir richten Veranstaltungen unterschiedlichster Art aus, vom Geburtstag über die Verabschiedung und das Betriebsjubiläum bis hin zu großen Plenarsitzungen. Auch viele Konferenzen. Und da trifft man dann auch hohe Beamte, Chefs großer Unternehmen und Politiker, die unser tägliches Leben mitgestalten. Das ist für viele unserer Servicekräfte sehr spannend.

Wenn ich aus dem Bereich Lohnbuchhaltung komme oder Betriebswirtschaft, was sind da die Herausforderungen bei W&R? Was sind vielleicht auch die Arbeitsfelder?

Andreas Stoll:

Es gibt zwei große Arbeitsfelder bei uns: Rechnungswesen, Buchhaltung – und dann gibt es die Personalabteilung, wo wir drin vereinen: Lohnbuchhaltung und die ganze Personalsachbearbeitung. Weil wir ein mittelständisches Unternehmen mit flachen Hierarchien sind, kann man bei uns gute Einblicke in die verschiedensten Bereiche sammeln. Wir haben übrigens den ganzen Bereich erst vor etwa zwei Jahren wieder zurück ins Unternehmen geholt. Das Ziel war, dass unsere Mitarbeiter direkte Ansprechpartner im Unternehmen haben. Das ist nicht nur praktischer, das schafft einfach auch mehr Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl.

Ausbildung – Warum sollte ich mich als junger Mensch unbedingt für einen Ausbildungsplatz bei Ihnen entscheiden?

Andreas Stoll:

Bei uns kann man eine sehr breite Ausbildung machen. Egal in welchem Beruf, ich kann in sehr vielen Bereichen lernen und aus einem großen Pool an Erfahrung schöpfen. Konkret heißt das, wir können sagen: Du gehst mal für vier Wochen in dieses Objekt und lernst mal jemand anderes kennen, ein anderes Team, andere Kochprozesse. Und natürlich – wir sind Gastronomie – aber wir haben einen festgelegten Rhythmus: Wir haben feste Arbeitszeiten, wir haben – in der Regel – die Wochenenden und Feiertage frei – das heißt ich kann auch als junger Koch eine Familie gründen. Bei uns ist übrigens gerade jemand zum Küchenleiter befördert worden, ein junger Mann, der schon seine Ausbildung bei uns gemacht hat. Ein ganz toller, engagierter junger Koch.

Wenn ich mich jetzt bei Ihnen bewerben will, wie geht das?

Andreas Stoll:

Ganz einfach: in den Stellenangeboten stöbern – auf unserer Website oder auch bei der Agentur für Arbeit. Dann bewerben Sie sich mit Lichtbild, tabellarischem Lebenslauf, Abschlüssen und Zeugnissen. Wenn Ihre Bewerbung auf die Stelle passt, dann laden wir Sie sehr gerne zum Bewerbungsgespräch ein. Dann gibt es gegebenenfalls ein kleines Probearbeiten zum gegenseitigen Kennenlernen. Wenn alles gut läuft, dann gehören Sie schon bald zu uns.

Welche Kriterien sind für Sie am allerwichtigsten bei der Auswahl der Bewerber?

Andreas Stoll:

Zuverlässigkeit. Kommt jemand pünktlich zur Arbeit. Arbeitet er motiviert. Hat er diese Leidenschaft und diesen Geist. Und auch ganz wichtig: Passt derjenige zu uns, zu unserem Team und unserer Mentalität. Passt die Chemie. Das ist für uns entscheidender als etwaige fachliche Mängel. Die können wir durch eine Fortbildung beheben.

Spielt Alter eine Rolle?

Andreas Stoll:

Klares Nein. Es muss eine Mischung geben zwischen jungen und älteren Mitarbeitern. Eine Erfahrung kann ich nicht kaufen. Wir brauchen die Dynamik von jungen Leuten, die noch einen anderen Willen und einen anderen Drive haben und älteren Mitarbeitern, die das mit ihrer Erfahrung ausgleichen.

Was ist mit kulturellen und religiösen Hintergründen?

Andreas Stoll:

Wenn es auf allen anderen Ebenen passt, suchen wir immer Lösungen. Manchmal stellen religiöse Kleider- oder Essenvorschriften Hindernisse dar. Aber – auch da kennt Kreativität keine Grenzen. Wir haben Teams, da schmecken Kollegen die Schweinefleischgerichte für ihre muslimischen Kollegen ab.

Sie sind ja Quereinsteiger, das geht also auch bei W&R?

Andreas Stoll:

Ja. Und das macht uns hier auch aus. Hier geht es darum, wer du bist und was du willst, viel mehr als um Zeugnisse und Zertifikate. Wer Ideen hat und Engagement, der bekommt die Spielräume dafür. Und muss sich darin natürlich auch durch Leistung und Ideen beweisen. Ich bin jetzt seit über drei Jahren dabei. Und habe noch viele Ideen.

Was macht eigentlich Ihnen ganz besonders viel Spaß an Ihrer Arbeit als Personalverantwortlicher?

Andreas Stoll:

Wenn ich jemanden einstellen kann oder einfach ein schönes offenes Gespräch führen ... wenn es mir gelingt, jemanden zu motivieren, wenn ich eine Beförderung aussprechen darf, oder eine Gehaltserhöhung ... wenn ich jemanden finde, der ganz besonders zu uns passt, vielleicht für eine Stelle, die wirklich schwer zu besetzen war ... wenn ich etwas für unsere Mitarbeiter entwickeln kann, bessere Arbeitszeiten, Gehälter, Gestaltungsspielräume. Oder für das Unternehmen. Ich liebe die Vielfalt in der Personalarbeit – und ganz besonders den Umgang mit Menschen. Das ist etwas sehr Schönes.

Ist sonst noch etwas wichtig? Zum Abschluss?

Andreas Stoll:

Ja, ganz besonders wichtig ist mir: Unsere Mitarbeiter können mich beim Wort nehmen. Manche Menschen glauben, Personalleitern könne man nicht vertrauen. Mir schon. Denn: Wir haben alle zusammen eine große Chance. Als Team.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Stoll!

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