Aber einer Anstellung im A-la-carte-Restaurant haben Sie nichts entgegenzusetzen, oder?

Andreas Stoll: 

Naja – bei uns kann man ganz andere Dinge lernen: z.B. den Umgang mit der Betriebswirtschaft. Wenn ich mit der Masse mein Geld verdiene, muss ich meine Küche so managen, dass das auch funktioniert. Jeden Tag funktioniert. Auch kann man sich bei uns über viele Stationen entwickeln, von der kleinen Küche im Zwei- oder Vier-Mann-Betrieb in ein großes Team. In manchen Betriebs-Restaurants haben wir hohe Beamte und Politiker zu Gast. Da herrschen Qualitätsansprüche, die für jeden Koch eine Herausforderung sind. Auch wenn Sie vielfältige Erfahrungen sammeln und zügig aufsteigen wollen, sind Sie bei uns richtig. Denn innerhalb von 50 Einrichtungen wird einfach öfter ein Platz frei auf der jeweils nächsthöheren Ebene. Und obendrauf: mit unseren Arbeitszeiten sind wir sehr familienfreundlich. Im Gegensatz zur klassischen Gastronomie.

 

In manchen Küchen soll es ja rau zugehen. Man hört auch mal von fliegenden Suppenkellen. Wie ist das denn bei Ihnen in der Firma?

Andreas Stoll: 

Das gibt es bei uns nicht. Wir legen großen Wert auf einen angemessenen Umgang miteinander. Unsere Mitarbeiter müssen zu uns passen von der Idee, wie man miteinander umgeht. Meine Mutter ist Musiklehrerin und hat mir immer wieder gesagt: Der Ton macht die Musik. Und wenn man sich im Ton vergreift, dann muss man sich entschuldigen. Darum kümmere ich mich sofort, wenn ich was davon höre. Gleichzeitig: Es wird immer auch Schwierigkeiten geben. Ein Lieblingsspruch von mir ist: Ohne Reibung keine Wärme. Konflikte sind notwendig, um etwas voranzutreiben und Konflikte sind immer auch eine Chance, um eine Lösung herbeizuführen. Es muss nur auf beiden Seiten eines vorhanden sein: nämlich Kompromissfähigkeit. Das ist bei uns wie in einer guten Ehe oder Freundschaft. Wenn ich mich immer nur durchsetze, dann steh ich irgendwann allein da. Das gilt für den Küchenleiter wie für den Geschäftsleiter. Kompromisse sind wichtig.

 

Wie ist das im Service – was bietet W&R für Servicekräfte, Baristas und Co?

Andreas Stoll: 

Menschen, die im Service arbeiten, haben ja generell Spaß am Kontakt zum Gast. Da haben wir eine große Vielfalt zu bieten. Wir richten Veranstaltungen unterschiedlichster Art aus, vom Geburtstag über die Verabschiedung und das Betriebsjubiläum bis hin zu großen Plenarsitzungen. Auch viele Konferenzen. Und da trifft man dann auch hohe Beamte, Chefs großer Unternehmen und Politiker, die unser tägliches Leben mitgestalten. Das ist für viele unserer Servicekräfte sehr spannend.

 

Wenn ich aus dem Bereich Lohnbuchhaltung komme oder Betriebswirtschaft, was sind da die Herausforderungen bei W&R? Was sind vielleicht auch die Arbeitsfelder?

Andreas Stoll: 

Es gibt zwei große Arbeitsfelder bei uns: Rechnungswesen, Buchhaltung – und dann gibt es die Personalabteilung, wo wir drin vereinen: Lohnbuchhaltung und die ganze Personalsachbearbeitung. Weil wir ein mittelständisches Unternehmen mit flachen Hierarchien sind, kann man bei uns gute Einblicke in die verschiedensten Bereiche sammeln. Wir haben übrigens den ganzen Bereich erst vor etwa zwei Jahren wieder zurück ins Unternehmen geholt. Das Ziel war, dass unsere Mitarbeiter direkte Ansprechpartner im Unternehmen haben. Das ist nicht nur praktischer, das schafft einfach auch mehr Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Ausbildung – Warum sollte ich mich als junger Mensch unbedingt für einen Ausbildungsplatz bei Ihnen entscheiden?

Andreas Stoll: 

Bei uns kann man eine sehr breite Ausbildung machen. Egal in welchem Beruf, ich kann in sehr vielen Bereichen lernen und aus einem großen Pool an Erfahrung schöpfen. Konkret heißt das, wir können sagen: Du gehst mal für vier Wochen in dieses Objekt und lernst mal jemand anderes kennen, ein anderes Team, andere Kochprozesse. Und natürlich – wir sind Gastronomie – aber wir haben einen festgelegten Rhythmus: Wir haben feste Arbeitszeiten, wir haben – in der Regel – die Wochenenden und Feiertage frei – das heißt ich kann auch als junger Koch eine Familie gründen. Bei uns ist übrigens gerade jemand zum Küchenleiter befördert worden, ein junger Mann, der schon seine Ausbildung bei uns gemacht hat. Ein ganz toller, engagierter junger Koch.

 

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Andreas Stoll 

Unsere Mitarbeiter können mich beim Wort nehmen.